Nusa Lembongan ist das Bali, das sich viele erträumen: klares Wasser, gemächliches Tempo, wenig Verkehr und eine starke Inselkultur — mit Weltklasse-Schnorcheln und -Tauchen vor der Tür. Die Insel gehört zum Bezirk Nusa Penida im Regierungsbezirk Klungkung, hat zwei Hauptdörfer, Jungutbatu und Lembongan, und eine Bevölkerung, die vom Fischfang, vom Seetanganbau und heute vom Tourismus lebt.
Wie viel Zeit brauchst du?
- Ein Tagesausflug — von Bali aus möglich, aber gehetzt: einmal schnorcheln, Mittagessen, ein kurzer Blick auf die Devil’s Tear.
- Zwei bis drei Nächte — ideal: Mantas, Mangroven, Sonnenuntergang an der Devil’s Tear, Ceningan und ein Tag auf Nusa Penida.
- Vier bis sieben Nächte — für Taucher, Surfer und alle, die runterkommen wollen: dazu Tauchtage, in der Saison der Mondfisch und viel Strandzeit.
Anreise
Nimm ein Schnellboot ab Sanur auf Bali — etwa 30–45 Minuten — oder eine Tageskreuzfahrt ab Benoa. Unser Anreise-Guide vergleicht alle Optionen und erklärt die Anlegestellen.
Sehenswertes und Aktivitäten
Nusa Lembongan Devil’s Tear
Wo der Indische Ozean an den Felsen explodiert
Eine zerklüftete Kalksteinbucht an Lembongans Südwestküste, in der die Dünung in eine Meereshöhle gedrückt wird und als riesige Gischtfontäne nach oben schießt. Der Sonnenuntergang mit Regenbögen im Sprühnebel ist das Wahrzeichen der Insel — und die Felsen sind wirklich gefährlich.
Nusa Lembongan Dream Beach
Lembongans schönste Bucht
Ein kleiner Sichelstrand aus weißem Sand zwischen Kalksteinklippen, fünf Gehminuten von der Devil’s Tear. Die Wasserfarbe ist atemberaubend; Wellen und Strömungen können es auch sein — oft ist der Strand eher zum Anschauen als zum Baden.
Nusa Lembongan Mushroom Bay
Die ruhige, geschützte Bucht an der Westküste
Eine sichelförmige Bucht an der Westküste, benannt nach den Pilzkorallen, die einst ihren Grund bedeckten. Vor der Dünung geschützt, ist sie Lembongans bester Badestrand und Standort vieler Resorts, der Beachclubs der Tageskreuzfahrten und der Schnellboote aus Sanur.
Nusa Lembongan Mangrovenwald
Stille Kanäle an der Nordostküste
Lembongans Nordostküste säumt ein geschützter Mangrovenwald, durchzogen von flachen Kanälen. Einheimische Bootsleute staken Besucher auf flachen Holzbooten hindurch; du kannst auch Kajak oder Stand-up-Paddle fahren und am nahen Riff von Mangrove Point schnorcheln.
Alle Orte mit Anfahrt und Touren findest du in unserem Guide zu den Erlebnissen.
Einreise, Abgaben und Gesundheit
- Visum: Viele Nationalitäten, darunter Deutsche, Österreicher und Schweizer, erhalten ein 30-Tage-Visum bei Ankunft oder beantragen online ein e-VOA (zum Zeitpunkt des Schreibens 500.000 IDR), einmal verlängerbar. Nutze ausschließlich die offizielle Website der indonesischen Einwanderungsbehörde.
- Bali-Tourismusabgabe: 150.000 IDR pro ausländischem Besucher seit dem 14. Februar 2024, einmal pro Reise, am besten online über die offizielle Love-Bali-Website oder -App.
- Lokale Abgabe: Die Nusa-Penida-Inseln erheben bei der Ankunft meist eine kleine Gebühr (bei unserer letzten Prüfung etwa 25.000 IDR pro Erwachsenem).
- Gesundheit: Trink Wasser aus Flaschen oder gefiltertes Nachfüllwasser, kein Leitungswasser. Lembongan hat kleine Kliniken und Apotheken; ernste Fälle kommen nach Bali — eine Reiseversicherung, die Tauchen und Rollerfahren abdeckt, ist daher wichtig.
Einreiseregeln und Gebühren ändern sich. Prüf kurz vor der Reise die offiziellen indonesischen Quellen oder frag bei deiner Airline nach.
Was es kostet
Manches ist auf Lembongan etwas teurer als auf dem balinesischen Festland (alles kommt per Boot), aber jedes Budget findet seinen Platz:
| Posten | Üblicher Preis |
|---|---|
| Schnellboot Sanur–Lembongan (einfach) | ab ca. 11–15 € |
| Manta-Schnorchelausflug ab Lembongan | ab ca. 20 € |
| Nusa-Penida-Tagestour ab Lembongan | ab ca. 50 € |
| Mangrovenboot oder Kajak | ca. 5–10 € |
| Rollermiete pro Tag | ca. 70.000–100.000 IDR |
| Zwei Fun Dives | grob 80–130 € — bei Tauchbasen nachfragen |
| Essen im Warung | ca. 30.000–70.000 IDR |
| Doppelzimmer im Gästehaus mit Pool | ab ca. 30–60 US$ |
| Boutique-Resort oder Poolvilla | ca. 120–300 US$ und mehr |
Was essen?
Meeresfrüchte und balinesische Klassiker: gegrillter Fisch mit Sambal Matah, Nasi Campur, Mie Goreng, Satay und süße Pisang Goreng (frittierte Banane). Viele Warungs servieren Seetanggerichte und -salate — eine Verbeugung vor der Anbautradition der Insel. In Jungutbatu und an der Mushroom Bay gibt es zudem jede Menge Cafés für Smoothie Bowls und Kaffee und Klippenbars für den Sundowner.
Wo übernachten?
- Jungutbatu — das Dorfzentrum: die meisten Boote, Tauchbasen, Restaurants, Surf und Blick auf den Mount Agung.
- Mushroom Bay und Tamarind Beach — ruhiges Badewasser, Resorts und Sonnenuntergang über Bali.
- Dream Beach und Sunset Beach — Klippenvillen nahe der Devil’s Tear.
- Nusa Ceningan — ruhiger, mit der Blue Lagoon und charaktervollen kleinen Resorts.
Die besten Adressen jeder Gegend vergleichen wir mit Live-Preisen auf unserer Seite Unterkünfte.
Praktisches
- Geld: Indonesische Rupiah (IDR). In Jungutbatu und im Dorf Lembongan gibt es Geldautomaten, die aber leer sein können — bring etwas Bargeld von Bali mit. Karten gehen in den meisten Hotels und Tauchbasen; Warungs und Parkwächter wollen bar.
- Sprache: Balinesisch und Indonesisch; Englisch ist im Tourismus weit verbreitet. Terima kasih (danke) kommt immer gut an.
- Kultur: Die Inseln sind hinduistisch. Bedeck in Tempeln Schultern und Knie (Sarong und Schärpe sind Pflicht), tritt nicht auf Opfergaben am Boden und mach Prozessionen Platz.
- Nyepi: Am balinesischen Tag der Stille (meist im März) gibt es 24 Stunden lang keine Boote, keinen Verkehr und kein Licht. Plan das ein.
- Strom: Steckdosen Typ C/F, 230 V — deutsche Stecker passen ohne Adapter. Kurze Stromausfälle kommen vor.
- Netz: 4G ist auf Lembongan und dem Großteil von Ceningan gut; eine indonesische SIM oder eSIM ist günstig.
- Sicherheit: Die Kriminalität ist niedrig. Die Hauptrisiken sind Rollerunfälle, das Meer (Strömungen, Brandung, Monsterwellen an den Klippen) und die Sonne.
Packliste
- Riffschonende Sonnencreme, Hut und Rashguard.
- Riffschuhe für felsige Ufer und die Flachwasser der Seetangfarmen.
- Einen Dry Bag für nasse Landungen und Schnorcheltouren.
- Einen leichten Sarong für Tempel und Dorfstraßen.
- Deine eigene Maske, wenn dir die Passform wichtig ist; einen dünnen Neoprenanzug für Penida in den kühleren Monaten.
- Bargeld in kleinen Rupiah-Scheinen und Tabletten gegen Seekrankheit, wenn du dazu neigst.
Typische Fehler
- Nur als Tagesausflug kommen und Sonnenuntergänge und ruhige Morgen verpassen.
- Den Manta-Ausflug auf den letzten Tag legen — ist das Meer rau, gibt es keine zweite Chance.
- Zum ersten Mal Roller fahren — ausgerechnet auf den steilen, sandigen Straßen von Lembongan und Ceningan.
- An der Devil’s Tear zu nah an die Kante gehen oder bei hohen Wellen am Dream Beach baden.
- Vergessen, dass man im Wasser landet — und den Laptop ganz unten im Rollkoffer verstauen.

